Philip K. Dick

Das Vater-Ding

Sämtliche Science-Fiction-Geschichten, Band 5
Haffmans Verlag, Zürich 2000
ISBN 9783251203048
Gebunden, 288 Seiten, 18,41 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Klaus Timmermann und Ulrike Wasel.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 21.07.2000

Was auf den ersten Blick wie eine Doppelbesprechung zweier Bücher von Philip K. Dick erscheint, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als eine allgemeine Einführung in die Science-Fiction Literatur des Autors. Dabei weist Frank Schäfer auf mehrere Aspekte hin, die ihm für das Verständnis dieser Geschichten von Bedeutung sind: Da ist zum einen Dicks Faszination vom Brahma-Mythos, der besagt, dass die von uns erlebte Realität nicht mehr als ein Traum dieser indischen Gottheit ist, und der im Augenblick des Erwachens zu einem Ende kommt. Dick, so der Rezensent, spielt mit verschiedenen "Realitäten" und lässt den Leser oft darüber im Unklaren, welcher er nun den Vorzug geben soll. Zum anderen diagnostiziert der Rezensent auch eine Beschäftigung mit metaphysischen Fragen, die er auch mit bewusstseinserweiternden LSD-Erfahrungen des Autors in Zusammenhang bringt. Im Vergleich mit anderen Science-Fiction-Autoren hat Dick, glaubt man dem Rezensenten, wenig Mühe darauf verwendet, die "futuristische Staffage und das Setting" zu gestalten, die für seinen Geschmack ein wenig "holzschnittartig" erscheinen. Besser gefällt ihm die Zeichnung der Personen, die meist keine Übermenschen sind, sondern einfache Typen, "Bürokraten, Techniker, Handwerker" oder `repair men`, Leute, die auch melancholische Stimmungen kennen und keineswegs strahlende Verfechter des technologischen Fortschritts sind. Unübersehbar sei in Dicks Büchern auch die "Kritik am undemokratischen Überwachungsstaat", so Schäfer, der in diesem Zusammenhang eine wirklich hanebüchene Geschichte aus Dicks eigenem Leben beisteuert.
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