Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.03.2009
Als Mischung aus Döblins "Berlin Alexanderplatz" und Agitprop-Literatur erscheint Peter Urban-Halle der aus dem Jahr 1956 stammende Roman des Dänen Peter Seeberg. Das ist durchaus wohlwollend gemeint, denn neben einigen "pastos und viril" wirkenden Szenerien, entdeckt der Rezensent in diesem Buch "Indizien für tiefere Daseinsfragen", eine Welt aus realistischem Material, aber mit symbolischem Kern. Zwar hat Urban-Halle einige Mühe, die hauptsächlich durch ihre Rede konturierten Figuren ("Zwangsrekrutierte aus ganz Europa") auseinanderzuhalten, doch wird die Atmosphäre im Berlin von 1943 für ihn spürbar durch Seebergs nüchternen Stil.
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