Mit Illustrationen von Line Hoven. Ob es in England Gespenster gibt? Aber immer! Der Schlossverwalter von Kenilworth Jam McDamn jedenfalls lässt keine Führung aus, ohne auf den schlosseigenen Geist hinzuweisen. Ob seine Katze Minnie auch an Gespenster glaubt, ist ungewiss, Katzen geben bekanntlich wenig von sich preis. Und tatsächlich: Herausgefordert von McDamn rafft sich das Gespenst Nickel von Kenilworth zu einem letzten verheerenden Zauber auf und verwandelt McDamn in einen Kater, der nun sein Leben in Italien fristet, die Katze Minnie dagegen in ein bernsteinblondes Mädchen in Indien.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.11.2021
Rezensentin Andrea Diener lässt sich von Peter Rühmkorf erst nach Schloss Kenilworth zu Schlossgespenstern zaubern, um dann einer doppelten Verwandlung von Mensch zu Katze und andersrum beizuwohnen. Beim Vorlesen muss sie aufpassen, weil die Schachtelsätze sogar geübte Leser herausfordern. Dass die Handlung kaum vorankommt, empfindet sie nicht als Mangel, geht es doch eher um den durchtriebenen Witz und ums Verweilen in diesem neuaufgelegten Märchen von 1980, das laut Diener beträchtlich gewinnt durch Line Hovens Illustrationen.
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