Mit Fotos. Die zweibändige Kassette Jazz-Klassiker stellt knapp hundert wegweisende Musiker und Musikerinnen aus hundert Jahren Jazzgeschichte vor, würdigt und wertet ihre musikalischen Leistungen. Ein Schwerpunkt der Darstellung liegt bei der lebendigen und offenen Entwicklung des Jazz in den USA und Europa in den letzten 20 Jahren. Mit zahlreichen, vielfach bislang unveröffentlichten Fotos, Hörempfehlungen und Lektüretipps.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 08.12.2005
Hellauf begeistert zeigt sich der Rezensent Konrad Heidkamp von der Ungezwungenheit dieses ungewöhnlichen Jazz-Lexikons. Und das trotz anfänglichem Zögern. Darf man, fragt sich der Rezensent da, einen Eintrag über Charles Mingus mit den Worten beginnen "N'suga. N'sum garadaka! Charles Mingus spricht. Doch der Sinn bleibt dunkel"? "Er darf, ja, er muss", jubelt der Rezensent, denn nur so ist zu bewerkstelligen, dass ein Lexikon nicht zu einem dieser ruhenden "Ziegelsteine" in einer Bibliothek wird, sondern zu einem "Lexikon zum Lesen", gar zu einem "Schmöker". Die Beiträge begeistern durch ihre "Leidenschaft" und ihr "Gespür für Schwerpunkte", und Peter Niklas Wilsons eigene Handschrift fasziniert den Rezensenten in besonderem Maße, fühlt er sich doch stets durch imaginäre "Fragezeichen" zu einem "platonischen Dialog über das Wesen der Musik" angeregt. Die nach Geburtsjahren angeordneten 99 Porträts vergleicht der Rezensent mit "hervorragende Weinkarten", in denen Altes neben Neuem steht. Wohltuend findet der Rezensent ebenfalls, dass Wilson seinen "Olymp" für "verbindlich" erklärt. Dem zu widersprechen sei nicht nur Krittelei sondern auch sinnlos, denn Wilsons Lexikon erzähle in seinen Porträts schlicht und ergreifend "die ganze Jazzgeschichte".
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