Mit 172 zumeist farbigen Fotografien. "Guess Who", Peggy Sirotas Debütband ist eine ironische Homage an das Star-Phänomen. Sirota hat für dieses Buch 172 Berühmtheiten, Sportler und Musiker gebeten, ihr Bild für eine Aids-Wohltätigkeitsveranstaltung zur Verfügung zu stellen. Der Leser muss versuchen herauszufinden, wer wer ist.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.09.2001
Heiteres Prominentenraten hat der Rezensent gespielt, "Trivial Pursuit ohne das lästige Würfeln". Da Ulrich Kühne so viel Spaß gehabt hat mit dem Buch, wird er bestimmt alle 172 Promiporträts mit ihrem jeweiligen anagrammatisch verschlüsselten Namen verglichen und geraten haben, ohne ungeduldig nach den Auflösungen auf den letzten Seiten zu schielen. Was er diesem ersten Bildband der Künstlerin an psychologischem Unterbau zutraut - "Sirotas Kunst ist die sorgfältige Spontaninszenierung des infantilen Augenblicks vom eigenen Bild des wahren Ichs", schreibt Kühne reichlich gewunden -, ist ja eine ganze Menge. Dabei ist die Verkleidung des zur Produktmarke erstarrten Promis vielleicht manchmal gar nicht mehr als ein Herumblödeln mit der Decke überm Kopf, ganz ohne Selbstfindungsambitionen.
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