Paul Beatty

Tuff

Roman
Cover: Tuff
btb, München 2022
ISBN 9783442716661
Kartoniert, 448 Seiten, 12,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Robin Detje. East Harlem, New York. Winston "Tuffy" Foshay, neunzehn Jahre alt und 150 Kilo schwer, kann sich und seine junge Familie mit Gaunereien und Drogendeals nur leidlich über Wasser halten. Als Anführer einer bunten Truppe aus Beat-Poeten, Black Panthern, marxistischen Revolutionären und afroamerikanischen Rabbinern wäre er bereit, an der Gesellschaft etwas zu verändern. Als man ihm 20.000 Dollar anbietet, um für den Stadtrat zu kandidieren, scheint das die Lösung für alles zu sein. Und so startet Tuffy eine der ausgefallensten Wahlkampagnen der Geschichte, die sowohl seine Vision von der Welt als auch seinen Platz darin völlig über den Haufen wirft.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 14.01.2022

Rezensentin Sonja Hartl freut sich über die deutsche Ausgabe von Paul Beattys Roman aus dem Jahr 2000. Das Buch kommt ungefähr im selben satirischen, am poetry slam geschulten Ton daher wie Beattys prämierter Roman "Der Verräter", meint Hartl. Die Geschichte des "schwarzen motherfuckers" Tuff aus East Harlem, der nach einer Bewusstseinswende als Stadtrat kandidieren will, erzählt der Autor laut Hartl witzig, pointiert, mit viel Sinn für die Alltagsrassismen und die New Yorker Milieus der 1990er, aber auch für eine zarte Liebesgeschichte. Dem Übersetzer Robin Detje applaudiert Hartl für eine gelungene Übertragung all der offensiven Slangausdrücke. Ein Nachwort des Übersetzers zu einigen Übersetzungsentscheidungen (so zum Wort "negro") hätte auch nicht geschadet, meint sie.