Ordo

Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft, Band 51
Cover: Ordo
Lucius und Lucius, Stuttgart 2000
ISBN 9783828201354
Pappband, 586 Seiten, 75,67 EUR

Klappentext

Das Jahrbuch ORDO wurde 1949 von einigen der wichtigsten Wegbereiter der Konzeption der Sozialen Marktwirtschaft gegründet, darunter insbesondere Walter Eucken und Franz Böhm. Seither widmet sich das Jahrbuch, zu dem alle engagierten Vertreter einer freiheitlichen Wirtschaftsordnung als Autoren beitragen und beigetragen haben (so Wilhelm Röpke, Friedrich A. v. Hayek, F. A. Lutz, Alexander Rüstow) den aktuellen wirtschaftspolitischen Problemstellungen und gibt Analysen und Lösungsvorschläge. Das Jahrbuch ORDO ist durch seine Autoren und Beiträge prägend und namengebend für das Programm der ordoliberalen Auffassung von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik und dessen Grundaussagen, dass gesellschaftliche Freiheit ohne eine freiheitliche, primär auf Selbststeuerung setzende Wirtschaftsordnung dauerhaft nicht möglich ist.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 03.07.2001

Zwei Bücher zur grassierenden Konzern-Fusionitis und den Kontrollmöglichkeiten, die die Nationalstaaten darüber haben, rezensiert Hermannus Pfeiffer.
1) Winfried Wolf: "Fusionsfieber" (Papyrossa)
In seinem spannenden Buch "Fusionsfieber", so Pfeiffer, spreche PDS-MDB und Sozialwissenschaftler Winfried Wolf allen Zweiflern Mut zu: Die Großkonzerne besännen sich wieder auf ihre nationalen Wurzeln und gerierten sich keineswegs als die "staatenlosen Gesellen", für die sie immer gehalten werden. Für diese These gelinge Wolf sogar eine schlagende empirische Bestätigung, indem er die Besetzung der Chefsessel, die Hauptproduktionsstätten, und die häufig intranational verlaufenden Fusionen multinationaler Konzernen dokumentiere.
2) "Ordo. Band 51" (Lucius&Lucius)
Wolfs These erhalte überdies Unterstützung auch von rechten Kapitalismuskritikern wie etwa Jürgen Schrempp und den Wirtschaftswissenschaftlern der ordoliberalen Schule. Auch sie halten das Fusionsfieber für äußerst ungesund. In ihrem 51. Jahrbuch, das Pfeiffer theoretisch überaus anregend findet, sähen die Ordoliberalen "die arbeitsteilige Wirtschaft und die Freiheit" gefährdet und dringenden Handlungsbedarf der Politik - zumindest bei Megafusionen -, damit wir nicht in einer "neuen Feudalgesellschaft" enden.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.01.2001

Klaus Peter Krause bespricht einen Band mit 18 Aufsätzen und 15 Buchrezensionen zu Wirtschaftsthemen, doch nur einem Beitrag widmet er sich eingehend. Den Aufsatz vom Wirtschaftswissenschaftler Hans Otto Lenel, der sich mit "Megafusionen" und ihren Gefahren beschäftigt, preist der Rezensent als behutsam und dabei trotzdem engagiert. So vermeide der Autor zwar "Apodiktisches" und äußere Kritik und Bedenken gegen Megafusionen stets vorsichtig, doch fordere er gleichzeitig gesetzliche Schritte bei der Kontrolle solcher Fusionen, ziehe sich also nicht auf ein bequemes "Nichtstun" zurück, lobt der Rezensent.