KomaSee
Roman

Rowohlt Berlin Verlag, Berlin 2025
ISBN
9783737102070
Gebunden, 320 Seiten, 24,00
EUR
Klappentext
Elena Barone, berühmte Paparazza, will es allen noch mal zeigen. Sie will ein Foto von George Clooney schießen - DAS unglaubliche, tolle, irre, skandalöse Bild von Clooney schlechthin: der Star privat, in seiner Villa am Comer See - und mit seiner geheimnisvollen Affäre, über die man tuschelt! Also fährt Elena an den Lago di Como, quartiert sich ein, späht und spioniert, um an Clooney ranzukommen. Das ist schwieriger als gedacht. Elena versucht alles, und mehrere merkwürdige Männer sollen, wollen ihr helfen, bald auch ihre glamouröse Mamma aus Mailand beziehungsweise Titisee. Kein Wunder, dass es rund um den See wilder zugeht als in den Hollywood Hills. Wird Elena in Clooneys Villa gelangen und das Foto bekommen, mit dem sie für immer ausgesorgt hat?
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 04.07.2025
Rezensentin Liane von Billerbeck empfiehlt Oliver Maria Schmitts Roman als Sommerlektüre - am besten in einem Liegestuhl am Comer See. Die Story ist hahnebüchen, gibt die Rezensentin zu, dreht sich um eine Paparazza auf der Jagd nach DEM Foto von George Clooney und seiner neuen Affäre und spart nicht mit Klischees, Gags und anderen Schmonzetten-Zutaten. Angesiedelt irgendwo zwischen Groschenroman, Gangstergeschichte und Satire, ist der Roman für Billerbeck dennoch eine Empfehlung für die Reisetasche.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk, 18.06.2025
Rezensent David Hinzmann beschreibt Oliver Maria Schmitts Roman "KomaSee" als einen satirischen Reiseschmöker mit viel Lokalkolorit. Die Handlung ist einfach: Die Paparazza Elena Barone versucht, am Comer See Fotos von George Clooney zu machen. Auch Friedrich Merz taucht auf, ferner ein Casanova, Mafiosi und "eine italienische Mamma", lesen wir. Satire kann Schmitt, so Hinzmann, der diese ironische Version des Strandschmökers durchaus goutiert. Schmitt überzeichnet bewusst mit ironischem Ton Klischees und typische Strandroman-Motive und beobachtet gut, lobt der Kritiker. Aber am Ende bleibt es trotz aller literarischer Referenzen ein Strandschmöcker, aber "ein intelligenter".
Rezensionsnotiz zu
Die Welt, 07.06.2025
Bald ist wieder Urlaubszeit und zu diesem Anlass bespricht Marc Reichwein gleich zwei Bücher, die am Comer See spielen: Oliver Maria Schmitts Satire "Komasee" und den Klima-Thriller "Erdrutsch" von Burkhard Spinnen und Charles Wolkenstein. Der frühere Chefredakteur der Satirezeitschrift "Titanic" Oliver Maria Schmitt nimmt in seinem Roman die High-Society aufs Korn, die sich rund um den See ihre teuren Feriendomizile leistet und italienischen Wein schlürft. Der Jetset bekommt dabei ganz gut sein Fett weg, vor allem Politiker (Friedrich Merz wird zwar nicht genannt, ist aber gemeint) werden mit viel Hohn und Spott bedacht, so der Kritiker. Im Mittelpunkt steht die Paparazza Elena Barone, die darauf wartet, dass sich der bekanntlich im Sommer am See weilende George Clooney endlich blicken lässt, die aber außerdem die Herren um sich herum kritisch beäugt und einen Hang zu Aperitivos hat. Reichwein ist von Schmitts Buch nur mäßig unterhalten, der Plot erscheint ihm "hanebüchen", die Häme übertrieben und auch "die Schwatzhaftigkeit" der Schilderungen geht ihm auf die Nerven. Das Buch wirkt für ihn im Endeffekt wie eine "verkappte Kolumne". Beiden Romanen kann Reichwein allerdings ihre unterschwellige Liebe zum See anmerken, was die ganze Kritik im Endeffekt doch ein wenig harmlos erscheinen lässt.