Die Bildung, Etablierung und Sicherung der Europäischen Außengrenze genießt Priorität auf der europäischen politischen Agenda. Und auch in der Wissenschaft und Öffentlichkeit sind Grenzen und grenzüberschreitende Prozesse zu einem vielbeachteten Thema avanciert. Dabei fehlt jedoch eine empirisch fundierte, theoretische Fassung des Grenzphänomens. Der vorliegende Band untersucht am Beispiel der euroäischen Außengrenze die Strategien der Grenzbildung und Grenzetablierung und die Folgen dieser Politik mit speziellem Fokus auf den Bereich der Arbeitsmigration.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 10.08.2007
Rundum überzeugend findet Rezensent Leonhard Neidhart diese Studie von Monika Eigmüller über europäische Grenzsicherungspolitik. Theoretisch wie empirisch hält er die Arbeit für überaus instruktiv. Eigmüllers Theorie der Grenze als "Institution" beziehungsweise als System von Regelungen scheint ihm auch für die praktische Diskussion von Nutzen. Er unterstreicht zudem die empirische Studie zu den sehr exponierten Grenzen Südspaniens, die für ihn auch die Zusammenhänge der neuen Außengrenzen der Europäischen Union und der Grenzprobleme innerhalb dieses neuen politischen Gebildes erhellt.
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