Als am 25. März 1957 die "Europäische Wirtschaftsgemeinschaft" (EWG) gegründet wurde, verpflichteten sich die Mitgliedstaaten auf das Prinzip der Lohngleichheit für Frauen und Männer. In diesem Buch wird gezeigt, wie diese Vorgabe trotz der geschlechterpolitischen Stille der Nachkriegszeit verankert werden konnte und auf dem Weg von Rom nach Amsterdam verschiedene Metamorphosen erfahren hat. In einer institutionalistischen Sicht wird herausgearbeitet, dass die supranationale Gleichheitsidee in einem System, das selbst ständig im Wachstum begriffen ist, ebenfalls wächst und dass mit dem Vertrag von Amsterdam (1997) der Gleichheitsanspruch erheblich ausgeweitet wird. Dieser Wandel des Geschlechts ist Teil einer supranationalen Umcodierung der Gleichheit, die in eine übergreifende globale Struktur eingebettet ist.
Als "fundierte Beschreibung der kurzen Reise der europäischen Frauenpolitik" der EU von den Römischen Verträgen 1957 bis zum Vertrag von Amsterdam im Jahr 1997 lobt Rezensentin Heide Oestreich dieses Buch der beiden Sozialwissenschaftlerinnen. Der Fokus der Publikation liegt für die Kritikerin auf den positiven Entwicklungen. Eine Bewertung leisten die Autorinnen nicht, so Oestreich. Doch gerade deswegen scheinen Leser hier einen sehr präzisen und unideologischen Überblick über den Weg zur Geschlechtergerechtigkeit in Europa zu bekommen.
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