Aus dem Niederländischen von Verena Kiefer. "Do…do…" Weiter kommt Dorian nicht, als er sich in der neuen Klasse vorstellen soll. Alle lachen, selbst sein bester Freund Ramses. Dorian beschließt, nie wieder zu sprechen. Er sagt selbst dann kein Wort, als seine Klassenkameraden ihn im Naturkundemuseum zu einem riesigen, ausgestopften Vogel führen: einem Dodo. Seltsamerweise spürt er sofort eine tiefe Verbindung zu dem Vogel.
Rezensentin Sylvia Schwab lobt in hohen Tönen! Die niederländische Autorin verarbeitet Themen wie Stottern, Einsamkeit, Anderssein und Freundschaft mit großer Genauigkeit und in Anlehnung an eigenene Probleme in ihrer Jugend. Der zwölfjährige Dorian, der sich nach einem peinlichen Erlebnis in der neuen Schule völlig zurückzieht, findet in einer fantasievollen Welt mit einem Dodo als Freund Trost, bis er langsam ins reale Leben zurückkehrt. Schwab hebt Dorians feines Gespür für große und kleine Fragen hervor. Laut Rezensentin könnte der schnelle Wechsel zwischen den beiden Erzählebenen oder gelegentlicher Pathos junge Leser manchmal etwas überfordern. Beispielsweise, wenn Dorian etwa das Dodo-Ei als Symbol für Vollkommenheit deutet. Aber das nur nebenbei, ansonsten liest die Kritikerin hier ein gelungenes Jugendbuch, unterhaltsam geschrieben und mit Sensibilität für schwierige Themen, von Verena Kiefer "geschmeidig und einfühlsam" ins Deutsche übersetzt.
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