Miriam Spies

Im Land der kaputten Uhren

Mein marokkanischer Roadtrip

Klappentext

Als ihr zu Hause die Luft wegbleibt, ergreift Miriam Spies mitten im Winter die Flucht nach Marokko. Denn wo kann man sich besser von deutscher Ordnung erholen als hier: Funktionierende Uhren sind in Marokko ebenso selten wie verbindliche Fahrpläne. Preise werden verhandelt, Hilfsbereitschaft ist selbstverständlich. Mit einem Minimum an Geld, Plan und Gepäck macht sie sich auf die Reise durch ein Land, dessen Winter kalt und verregnet sind. Mal übernachtet sie in einer Studenten-WG, mal bei einer traditionellen marokkanischen Familie, mal im Hippie-Hostel. Ihr Reiseroman erzählt vom Unterwegssein durch eine fantastisch fremde Welt, von kauzigen Reisebegleitern, Minutenfreundschaften, schlaflos durchwachten Nächten und skurrilen Lebenswegkreuzungen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.10.2019

Mit großer Freude an den ständigen kulturellen Missverständnissen, denen die Autorin bei ihrer Reise durch Marokko durchaus nicht aus dem Weg geht, hat Rezensent Stefan Fischer dieses Buch gelesen. Ihm gefällt, wie sehr sie auf ihrer Bewegungsfreiheit besteht und doch auch die jungen marokkanischen Männer ernst nimmt, die sie ihr absprechen wollen. Mal empört sie die Unverlässlichkeit, mal das Phlegma der Gottergebenheit in diesem Land. Immer aber respektiert sie ihre marokkanischen Gesprächspartner, findet der Rezensent, sie genieße sogar die Spannung, die sich aus den Begegnungen ergeben - und keinesfalls lasse sich Spies von den sogenannten Aussteigern, Europäern in Marokko, auch nur im mindesten beeindrucken. Vor ihrer "Kunst", komische Situationen zu schildern, zieht der angetane Kritiker seinen Hut.
Lesen Sie die Rezension bei buecher.de
Stichwörter