Maximilian Prinz zu Wied-Neuwied

Reise nach Brasilien

In den Jahren 1815 bis 1817
Cover: Reise nach Brasilien
Die Andere Bibliothek, Berlin 2015
ISBN 9783847700173
Gebunden, 608 Seiten, 89,00 EUR

Klappentext

Mit 150 farbigen Illustrationen aus den Originalbänden. Inspiriert und ermuntert von Alexander von Humboldt, der Brasilien selbst nicht bereist hatte, erreicht der Ethnologe, Zoologe und Naturforscher Prinz zu Wied-Neuwied im Juli 1815 Rio de Janeiro - um von der damaligen brasilianischen Hauptstadt aus 'die noch ganz unbekannte oder vielmehr noch nicht beschriebene Ostküste' bis ins nördlicher gelegene São Salvador de Bahia innerhalb von zwei Jahren zu bereisen; wobei der Expeditionstross von den Flussmündungen aus Abstecher in das damals noch von geschlossenen Regenwäldern bedeckte Innere des Küstentieflandes unternahm. Im fürstlichen Schloss Monrepos in Neuwied entsteht nach der Rückkehr das für die Naturforschung der Zeit sensationelle Werk, das durch die Qualität seiner Abbildungen besticht, an denen auch viele zeitgenössische Künstler mitgewirkt haben.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.12.2015

Ausgiebig zitiert Rezensentin Michaela Metz aus dem Brasilien-Reisebuch von Maximilian Prinz zu Wied-Neuwied, den sie einen "rheinischen Humboldt" nennt. Schmerzhaft findet die Rezensentin die Lektüre, schließlich seien viele der vor 200 Jahren noch weitgehend unberührten Landschaften, denen der Prinz einst ewiges Fortbestehen prophezeite, heute längst zerstört oder zumindest von der Zerstörung bedroht - wie etwa der Fluss Rio Doce. Kaum mehr als fünf Prozent der Tier- und Pflanzenwelt in den von Wied-Neuwied bereisten Gebieten hätten überlebt, doziert Metz mit Verweise auf das kritische Nachwort des Wissenschaftsjournalisten Matthias Glaubrecht. Auch deshalb seien die Aufzeichnungen des Forschungsreisenden so kostbar. Darüber hinaus erwähnt die Kritikerin noch die umfangreichen Illustrationen des Buches.

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