Mit Illustrationen von Klaus Ensikat. Bolliger erzählt die Geschichte zweier ungleicher Brüder. Der eine ist ein Draufgänger, voll unbändiger Lust auf Abenteuer, voll Neugier auf die weite wilde Welt. Der andere ist ein stiller, beschaulicher Charakter, der lieber den Schmetterlingen zuschaut, im Blumengarten werkelt und hinterm Kachelofen träumt. Der Erzähler zeigt uns die Poesie des stillen Glücks und das Herzflattern des Abenteurers, der die Gefahren liebt. Beide sehnen sich nach einander. Eine liebevolle Parabel über Mut und Beschaulichkeit, Fernweh und Heimweh, Draufgänger und Nesthocker.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 14.12.2000
Laut Susanne Mayer ist das Große an diesem Buch, "dass das
Bild den Text auf einer anderen fein ziselierten Ebene
weitererzählt". Die Worte klar, die Bilder zart gestrichelt und
"aquarellüberhaucht" - so stellt es sich ihr dar: Und während der
Text noch vom "durchhängenden Fuchs" erzähle, zeichne sich auf
den Bildtafeln schon etwas anderes ab. Dabei findet Mayer den
Federstrich Klaus Ensikats durchaus konventionell und staunt
also, wie "geräumig" diese Bilderwelt dennoch ist. Eher
konventionell ist auch das Ende: "Geht alles gut aus", schreibt die
Rezensentin, ein wenig desillusioniert, möchte man meinen: Der
Schluss sei eine schöne Utopie.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.11.2000
Die Illustrationen zu diesem Kinderbuch haben es Jens Thiele angetan, der gar nicht aufhören kann, von ihnen zu schwärmen. Er preist die mehrdeutigen Illustrationen, deren "altmeisterliche" Manier und "strenge Linienführung" dem "zurückhaltenden" Text mit Hintersinn, Humor und Ironie zur Seite treten. Dem Autor hält er zugute, dass er in seiner Geschichte von zwei kleinen Füchsen, die sich jeder auf seine Weise die Welt erobern eine "wichtige Botschaft" vermittelt, die ohne "pädagogischen Zeigefinger" auskommt und so zur gelungenen Parabel über die verschiedenen Wege zum Glück wird.
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