Der Griff der Tech-Milliardäre nach Unsterblichkeit. Ein Essay
Campus Verlag, Frankfurt am Main 2026
ISBN
9783593520070 Gebunden, 232 Seiten, 28,00
EUR
Klappentext
Tech-Milliardäre wie Elon Musk, Jeff Bezos oder Peter Thiel sind überreich und haben enorme Macht in der Gesellschaft. Doch sie wollen auch gottgleich sein und unsterblich werden. Für mächtige Überreiche scheint der Tod die ultimative narzisstische Kränkung zu sein. Denn so werden Arme und Reiche gleich - unabhängig von ihrem Vermögen und ihrer Macht zu Lebzeiten. Mittels Investitionen in die florierende Langlebigkeitsindustrie versuchen sie, profanes Gewinnstreben und Träumereien vom persönlichen Weiterleben zu verbinden. Dies erhöht ihr Vermögen und ihre Macht weiter und erschwert dem Rest ein menschenwürdiges Leben. Doch das Streben der Überreichen ist begrenzt durch ein narzisstisches Verlangen nach Gottähnlichkeit, hinter dem sich Todesangst versteckt. Martin Schürz untersucht den Zusammenhang zwischen einer exzessiven Vermögenskonzentration und dem Unsterblichkeitsstreben der Tech-Milliardäre, basierend auf sozialpsychologischen Ansätzen und Sigmund Freuds Überlegungen zum Tod. Sein Plädoyer: Überreichtum muss beendet werden, damit alle Menschen in Freiheit über den Sinn in ihrem endlichen Leben befinden können.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 26.09.2026
Martin Schürz ist Ökonom und Psychotherapeut, weiß Rezensentin Jasamin Ulfat-Seddiqzai, er steht Überreichtum ablehnend gegenüber und fragt sich, was wir tun können, wenn die Tech-Milliardäre jetzt auch noch das Sterben für sich abschaffen wollen. Er betont, dass es jenen aber nur um die eigene Unsterblichkeit geht, für den Pöbel darf es gerne weiter Grenzen geben. Mit ihrer eigenen Meinung hält sich Ulfat-Seddiqzai weitestgehend zurück, betont aber, dass Schürz hier kein Sachbuch über Longevity vorlegt, sondern philosophisch-psychoanalytische Perspektiven aufzeigt, die nicht ganz ohne theoretische Voraussetzungen ankommen. Ihm geht es darum zu zeigen, dass das Streben nach Ewigkeit nicht unbedingt Zeichen psychischer Gesundheit ist, und geht ausführlich auf Peter Thiel ein, dessen abstruse theoretische Volten er exemplarisch für diese Gruppe an Menschen sieht. Zum Schluss, so die Kritikerin, steht die Forderung, Überreichtum abzuschaffen und die Fantasien der Milliardäre nicht zu hoch zu bewerten.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Dörte Hansen: Broder "Es zählt nur einer auf dem Hof, das ist der Sohn, der bleibt. Aber die anderen, die übrig sind, die zweiten, dritten, vierten Söhne und die Töchter, die nicht zählen, bleiben…