In achtzehn Leben wirft Marlene Röder uns hinein - achtzehn Erzählungen, in denen Jugendliche schicksalhaft oder selbst gewählt an einen Wendepunkt in ihrem Leben geraten. Es sind die berühmten Augenblicke, die das Leben für immer verändern. Überraschend leise kommt das Glück in Marlene Röders Erzählungen daher; überwältigend hinterlistig die Traurigkeit. So wie im richtigen Leben eben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.10.2011
Die ausgezeichnete Erzählerin spürt Tobias Rüther in jedem der knappen Sätze, die die Autorin schreibt, um Probleme des Erwachsenwerdens zu behandeln, Freunde, kaputte Beziehungen, Elternverlust, Peinlichkeit. Dass es dafür manchmal nur ein paar Seiten braucht, dann ist die Geschichte schon wieder zu Ende, stört Rüther nicht, schließlich lassen sich die Teile des Buches auch als Ganzes verstehen. Figuren tauchen wieder auf, Handlungsfäden werden wieder aufgenommen. Und wenn Marlene Röder es mal leise angeht, mal krachen lässt, cool, wie's sich gehört im Zielgruppenalter, um es wirklich jedem Recht zu machen, ist das schon okay, findet Rüther.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…