Aus dem Englischen von Joachim Körber. Fünf Menschen, die sich zufällig begegnen, bilden einen Kreis. Jeder von ihnen hat ein dunkles Geheimnis. Doch eines davon ist schwarz wie die Nacht. Fünf Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, versammeln sich jeden Montag im selben Haus. Sie alle sind Verlorene, die in ihrem Leben Schande auf sich geladen haben und sich nun auf der Suche nach Hilfe zufällig begegnet sind. In ihrer Mitte sitzt der Therapeut Tony De Silva, der eine ganz eigene Vergangenheit hat. In ihrem Kreis offenbaren sich die fünf gegenseitig ihre dunkelsten Geheimnisse. Dabei gibt es nur eine Regel: Nichts von dem, was zwischen ihnen besprochen wird, darf jemals nach außen dringen. Selbst als einer der fünf ermordet aufgefunden wird, bricht keiner sein Schweigen. Und doch ist nichts mehr wie zuvor. Denn zum Kreis gehört nun auch ein Mörder - der alles über die anderen weiß.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.02.2017
Für seinen neuen Roman hat sich Mark Billingham ausnahmsweise von seinem nun bereits dreizehnfach bewährten Ermittler Tom Thorne getrennt, um, wie Rezensent Nicolas Freund spekuliert, keine Figuren in die neue Geschichte herüber retten zu müssen und stattdessen so frei zu sein, ein ganzes "Feuerwerk an abgründigen Charakteren" abbrennen zu können. Da gibt es die Spielsüchtige, lesen wir, den Sexsüchtigen, den Drogenabhängigen und allerlei andere sucht- und zwanggeplagte Gestalten, die wöchentlich in einer Selbsthilfegruppe um den Therapeuten Tony zusammenkommen, bis eine von ihnen tot in ihrer Wohnung aufgefunden wird. Zwar wirkt die Gesprächsrunde mitunter etwas konstruiert, bemerkt der Rezensent, doch auf der anderen Seite ist es genau die "kristallene Geschlossenheit" der Gruppe, die die Faszination des Romans ausmacht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.08.2016
Hannes Hintermeier hat mit Mark Billinghams Gruppentherapie-Krimi zwar keinen Page-Turner, aber einen soliden Psychothriller zu annoncieren. Mannigfach Abhängige treffen sich vierhundert Seiten lang zur Therapiestunde, bis eine Teilnehmerin ermordet wird. War es der Therapeut? Stark findet Hintermeier Billinghams spannungsgeladenen Dialoge, doch erfasst den Rezensenten irgendwann die Müdigkeit, weil alle Beteiligten im Buch immer verdächtiger und verdächtiger werden, wenn der Autor großzügig Motive streut.
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