Wer kennt sie nicht, die schwelenden und zerstörerischen Einsamkeitsgefühle? Sie überfallen nicht nur Singles, sondern selbst glücklich Verliebte, vermeintlich frohe Menschen in Geselligkeit oder im Trubel ihrer Familie. Zu sich kommen bedeutet aber: das Getümmel zu verlassen, Alleinzeit zu 'ergattern', Störungen abzuschmettern, auf das zu horchen, was sich leise nähert, abzuwarten, was anwächst und 'ausmisten', um dann die Leere neu zu möblieren. Dieses Buch hilft, das Alleinsein bewusst zu planen und zu spüren, was einem gut tut. Das Resultat ist in jedem Fall ein Gewinn an emotionaler Intelligenz und Lebensklugheit.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 31.05.2006
Mit Mariela Sartorius' missionarischem Eifer, die Einsamkeit zu vermehren und unter die Leute zu bringen, kann Rezensentin Ursula März gar nichts anfangen. Und eigentlich sei das auch sehr "komisch", wenn ein passionierter Einsamer mit seinem Lebensideal bei den Mitmenschen hausieren gehe. Ursula März wittert hier eine Art Contradictio in Adjecto, aber vor allem ist ihr die "besserwisserische" Haltung der Autorin zuwider. Diese lebe zwischen ihren Reisen angeblich auf einer Tiroler Alm in einem wunschlos glücklichen Monadendasein und verkaufe diese Option allen Ernstes als beste aller Welten.
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