Kann Recht Innovationen befördern? Die Bedeutung rechtlicher Institutionen, lange von der Wirtschaftsgeschichte vernachlässigt, erfährt in den letzten Jahren wieder stärkere Aufmerksamkeit. Das Buch nimmt diese Debatte aus rechtshistorischer Sicht auf. Technikhistorische, wirtschaftshistorische und rechtshistorische Ansätze werden in der Arbeit kombiniert, um die Bedeutung des institutionellen "framework" für technischen und wissenschaftlichen Fortschritt zu untersuchen. Umgekehrt wird auch die Fortentwicklung des Rechts aufgrund der im Rahmen der Industriellen Revolution aufgetretenen sozialen und technischen Fragen in den Blick genommen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.06.2006
Lehrreich auch für die Gegenwart sei Margrit Seckelmans historische Studie, empfiehlt Rezensent Eberhard Ortland. Denn aus der lobenswert detailliert dokumentierten Entstehungsgeschichte des Patentrechts in Deutschland mit all den internen Interessenkonflikten und auch internationalen Faktoren könne man Anregungen für die aktuelle Debatte um Biopatente erhalten. Die Autorin hat laut Ortland nicht nur eine Art Krimi dieser vielschichtigen Entwicklung geschrieben, sie zieht auch aktuelle Schlussfolgerungen. Damals hätten die Patenregelungen zu Monopolstellungen großer Unternehmen geführt, heute, mahnt der Rezensent, könnten ähnliche Regelungen beispielsweise zu einer quasi flächendeckenden "Enteignung" in der Landwirtschaft führen.
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