Klappentext
Brandneue Geschichten vom Känguru. Wird auch echt Zeit. Ich meine, guckt euch mal um in der Welt. Von den Zuständen kriegt man ja Zustände. Das Känguru jedenfalls hat keinen Bock mehr darauf und startet eine Rebellion. Bist du dabei?"Ich rebelliere!", ruft das Känguru, als es in die Küche kommt. "Aha", sage ich. "Wogegen rebellierst du denn?""Gegen die Zustände.""Verständlich", sage ich. "Löblich geradezu." "Rebellierst du mit?", fragt das Känguru. "Wenn ich darf." "Falsche Antwort. Wer rebelliert, fragt nicht, ob er darf." "Guter Punkt." "Also rebellierst du mit?" "Sehr gerne." "Hervorragend", sagt das Känguru. "Dann sind wir schon zu zweit."
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 31.03.2026
Vieles bleibt beim Alten, bemerkt Rezensent Leon Frei über den inzwischen fünften Teil der Reihe über das streitende Känguru des deutschen Autors. Wie schon in den letzten Bänden liest Frei talkshow-artige "politische Satire in sokratischer Dialogform", in der das gewitzte Känguru mit dem Erzähler, namens Marc-Uwe, die derzeitige gesellschaftliche Lage ausdiskutiert. Doch der Kritiker fragt sich, wie diese schnelllebige, in viele kleine Fragmente gespaltene Lage diesmal in Känguru-Form abgehandelt werden kann, wie der Aktualität von KI, Faschismus, Krieg, Pandemie nachkommen, ohne bei der Veröffentlichung bereits obsolet zu sein? Eine neue Antwort auf diese Frage findet der Text laut Frei nicht, stattdessen bleibt er bei seinem Modus Operandi des oberflächlichen Anreißens vieler Themen. Das ist, wie auch in den vorherigen Teilen, klug und lustig, aber nur in geringer Dosierung, da der Text sonst repetitiv und etwas zäh wird, moniert Frei. Vielleicht ist die Hörbuchfassung tatsächlich die beste Art, diesen Einstieg in politischer Bildung für Jüngere zu konsumieren, überlegt der Kritiker.
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