Die haptische, also dem Tastsinn zugeordnete, Wahrnehmung ist von elementarer Bedeutung für die Planung, Steuerung und Ausführung alltäglicher Handlungen. Mit Ergebnissen aus interdisziplinärer Forschung und Praxis dokumentiert das Buch das zunehmende Interesse an diesem Forschungsgebiet. Nach einer erkenntnistheoretischen und historischen Einführung widmen sich drei Kapitel neurophysiologischen Grundlagen sowie psychologischen und klinisch-neuropsychologischen Aspekten der haptischen Wahrnehmung. Beispiele unter anderem aus der Automobil- und Lebensmittelindustrie sowie der Raumfahrt verdeutlichen den praktischen Nutzen der dargestellten Erkenntnisse. Das Buch gewährt Fachkundigen und Studenten, aber auch Laien einen Einblick in dieses Wissensgebiet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.02.2002
Rezensent Robert Jütte ruft das "haptische Zeitalter" aus. Sexualtherapeuten und Masseure profitierten von einem wachsenden Bedürfnis nach Streicheleinheiten und selbst Auto- oder Handydesigner berücksichtigten neuerdings den haptischen Aspekt. Doch mit der Begriffsbestimmung fängt es schon an, weiß Jütte. Bleibt man lieber bei Tastsinn, wie es altmodisch heißt? Spricht man vom sensomotorischen System? Von der haptischen oder taktilen Wahrnehmung? Aufschluss gibt darüber der vorliegende Sammelband, und zwar aus erkenntnistheoretischer, neurophysiologischer, psychologischer und anwendungsbezogener Sicht, wie Jütte berichtet. Für Laien ist wohl hauptsächlich das anwendungsbezogene Kapitel interessant, vermutet der Rezensent, hier lasse sich allerlei über die Forschung zu Blindenleitstreifen oder Autositze mit Massageeigenschaften erfahren. Eine lesenswerte begriffsgeschichtliche Einführung biete zudem der Aufsatz des Herausgebers Grunwald, wohingegen Mitherausgeber Beyer zusammen mit Thomas Weiß den Forschungsüberblick gewährleiste. Insgesamt, so Jütte: eine gelungene Einführung für Laien ebenso wie ein interessantes Kompendium für Leute vom Fach.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Caroline Blackwood: Das Schicksal von Mary Rose Aus dem Englischen von Claudia Voit. Caroline Blackwood, Erbin des Guinness Vermögens und schillernde Figur der Londoner Bohème, hat aus ihrer Herkunft und ihrem Leben keine… Anne Carson: Rot Aus dem amerikanischen Englisch von Anja Utler. Der rote Junge Geryon ist unsterblich in Herkules verliebt, der dem Jüngling nicht zu widerstehen vermag. Auf dem Höhepunkt… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…