Klappentext
Aus dem Dänischen von Ursel Allenstein. An der Uni waren Sylvia und ihre Freunde unzertrennlich, jetzt haben sie Jobs, Beziehungen, manche sogar Kinder. Doch eine Sommerwoche wollen sie gemeinsam verbringen, in einem Haus am See. Im Mittsommerlicht, beim Kochen und Krebse fangen, in Gesprächen über Liebe, Queerness und das Leben, kehrt die alte Vertrautheit schnell zurück. Doch als zwei von ihnen Heiratspläne verkünden, lassen sich verborgene Sehnsüchte immer schwerer unterdrücken. Leben sie alle wirklich so frei und glücklich, wie sie es sich immer erträumt haben?
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Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 28.05.2026
Eine Gruppe von Freunden Anfang Dreißig verbringt einen Sommerurlaub in Dänemark zusammen und muss mit vielen unterdrückten Gefühlen klarkommen: Was sich anhört wie ein "lustvolles Kammerspiel à la Sally Rooney", ist bei Linea Maja Ernst für Rezensentin Lara Sielmann leider eher flach geraten. Die verschiedenen Paare werden in multiperspektivischer Form vorgestellt, Sylvia beispielsweise kommt zwar mit ihrer Freundin Charlie, ist aber eigentlich in ihren besten Kumpel Esben verliebt, dessen Partnerin Karen wiederum ist gar nicht so begeistert von seinen Eheabsichten. Für alle ist die instagrammable Ästhetik ihres Lebens wichtig, so Sielmann, die darin aber keinen klugen Metakommentar liest, sondern eine etwas zähe Anverwandlung aktueller Diskurse. Auch die Bezüge zu Sartre oder Woolf können sie nicht überzeugen, alles verbleibt auf eindimensionaler Ebene.
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