Lina Wolff

Der Teufelsgriff

Roman
Cover: Der Teufelsgriff
Rowohlt Verlag, Hamburg 2024
ISBN 9783498003708
Gebunden, 256 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Aus dem Schwedischen von Stefan Pluschkat. Eine Frau entflieht ihrem Alltag und zieht nach Florenz. In der südlichen Stadt wirkt alles fremd und verlockend zugleich, die Ziegeldächer, die Kirchtürme, die Liebespaare, der Mann, den sie kurz nach ihrer Ankunft kennenlernt. Sie denkt, dass sie selbst aus einer kargen Gegend kommt, dass sie viel zu lernen hat und dass er derjenige sein könnte, der den gefrorenen Boden in ihr auftaut. Im Gegenzug hat auch sie ihm etwas beizubringen. Der Roman ist die Geschichte der beiden, ihrer Körper und ihrer Seelen. Über ihren Griff nach ihm und seinen immer festeren Griff nach ihr. Den Teufelsgriff.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.12.2024

Rezensent Stephan Opitz ist merklich beeindruckt von der erzählerischen Leistung Lina Wolffs, die in ihrem Roman von einer gewalttätigen Beziehung erzählt: Minnie ist nach Florenz gezogen, wo sie einen Mann kennenlernt, der der "Reinliche" genannt wird und der schnell anfängt, sie zu beleidigen und in eine gewalttätige Abhängigkeit hineinzuziehen. Eine mögliche Flucht nach New Orleans zeichnet sich ab, ist aber letztlich auch keine Befreiung aus der Gewalt, erfahren wir. Wolff fragt sich in ihrem Roman, wie das ganze so aus der Bahn geraten konnte, liefert aber keine einfachen Antworten - was das Lob von Opitz findet, den die komplexe Geschichte auch in der deutschen Übersetzung von Stefan Pluschkat überzeugt. Wie "ekelerregend präzise" sich Gewalt entwickelt, ist eine der wichtigsten Erkenntnisse, die er aus der Lektüre mitnimmt.
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