Ein Mutmachbuch in zehn Geschichten. "Mein Sohn hat mir erzählt, dass seine Lehrerin jeden Montagmorgen von einer Katastrophe berichtet - und wie man sie überleben kann. Denn sie hat gelesen, dass ein Kind ins Meer hinausgezogen wurde und überlebt hat, weil sein Lehrer ihm erklärt hatte, was man in einem solchen Fall tun muss. Das hat mir so imponiert, dass ich dachte: alle Kinder sollten solche Lehrer haben! Und wenn nicht, dann zumindest ein Buch, dass ihnen davon erzählt." In diesem Buch führen zwei Kinder aufregende, kluge Unterhaltungen über Begegnungen mit wilden Tieren und Naturkatastrophen wie einer Flut, einem Brand oder einem Erdbeben. Die beiden erzählen sich von Menschen, die die ein oder andere dieser Katastrophen überstanden haben. In leuchtenden Sonderfarben bebildert und mit einer übersichtlichen Grafik ergänzt, werden die wichtigsten Verhaltensregeln im kleinen oder großen Katastrophenfall einfach und nachvollziehbar skizziert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.10.2025
Wie man sich vor "einem Gewitter, Erdbeben, Orkan, Feuer, Hochwasser" schützen kann, oder, was man tun kann, wenn man sich "einem Bären gegenübersieht", lernt Rezensent Hubert Spiegel aus dem Kinderbuch von Laura Momo Aufderhaar und Verena Hochleitner. Katastrophenschutz für Kinder - ist das denn nicht ein bisschen viel für kleine Leser? Der Kritiker empfiehlt durchaus eine von den Eltern begleitete Lektüre, bei der sich dann aber viele spannende Erkenntnisse aus dem "detailverliebten" Buch herauslesen lassen. Auch der Rezensent lernt noch etwas aus den zehn Katastrophenszenarien, die hier geschildert werden: bei Gewitter nicht auf den Boden legen, sondern lieber kauern und auf jeden Fall die Beine schließen (wegen der sogenannten "Schrittspannung", lesen wir). "Einfallsreich" und fachlich kompetent geben die Autorinnen ihre Tipps, und wollen dabei nicht etwa Angst machen, sondern im Gegenteil, Ohmachtsgefühlen entgegenwirken und Mut machen. Es funktioniert, findet der Kritiker.
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