Lars Gustafsson

Der optische Telegraf

Cover: Der optische Telegraf
Secession Verlag, Zürich 2018
ISBN 9783906910383
Gebunden, 100 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Aus dem Schwedischen von Barbara M. Karlson. Lars Gustafsson nimmt uns in seinem letzten, jetzt posthum erscheinenden Buch noch einmal mit auf eine Reise ins Grenzland zwischen Sprachphilosophie, Logik und Bedeutungstheorie, die an ihrem Ende zu letzten existenziellen Fragen führt. Gibt es Dinge jenseits des Sagbaren, über die wir nicht mehr sprechen können? Welche Bedeutung hat das Nichts? Was bedeutet es, nicht zu existieren? Hat das Sinnlose eine Bedeutung? Was ist Wahrheit, was Lüge, und worin unterscheiden sich beide? Existieren Träume oder nur Traum-Erzählungen? Ist jeder Träumer ein Dichter?
Ausgehend vom Staunen über den seinerzeit rasend schnellen Kommunikationsweg des optischen Telegrafen kreisen die Gedanken des in gleicher Weise naturwissenschaftlich, philosophisch und literarisch versierten Universalgebildeten um die Möglichkeit, mathematische Strukturen für Sprache und Poesie mit bedeutungstheoretischen Ansätzen zu verbinden und fruchtbar zu machen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.10.2018

Am Ende steht für den Rezensenten Rezensent Harald Hartung die Aporie. Das letzte Buch von Lars Gustafsson scheint ihm noch einmal dessen heikle Autorschaft zu bezeugen. Weder Persönliches noch Bekenntnisse oder poetische Epiphanien bietet es dem Leser, erklärt Hartung, stattdessen liefert es Blicke eines retrograden Avantgardisten auf Philosophie, Naturwissenschaft und Linguistik. Für Hartung gestaltet sich die Lektüre nicht immer leicht, zu weit scheint ihm hier Gustafssons Begriff der Poesie, zu mannigfach seine Themen und das Instrumentarium des Hermetikers.

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