Kerstin Hensel widmet sich in "Cinderella räumt auf" Märchen und Mythen, thematisiert ein veraltetes Frauenbild sowie moralische Scheinheiligkeit. Sie macht "Tiefenbohrungen" und schürft im subjektiven Erleben. In ihren lyrischen Gruß-Postkarten wiederum gerät das übliche Belanglose des "Reisegrußes" mit Kerstin Hensels Sprachwitz zur grotesken und mitunter absurden Mitteilung.
Rezensentin Sabine Peters feiert den neuen Gedichtband "Cinderella räumt auf" von Kerstin Hensel. Die Rezensentin schwärmt von den sprachlichen Fertigkeiten Hensels, die vor allem durch die formale und lyrische Vielfalt ihrer Texte, aber auch durch die intertextuellen Bezüge zu Dichtern wie Hölderlin und Hafis erkennbar werden. Die angewandte Sprache bleibe dabei "präzise aggressiv", "verspielt" und bearbeite auch gesellschaftskritische Themen mit einer Komik, die bei Peters sehr gut ankommt. Die Schreiblust der Autorin werde dadurch eindeutig, stecke an und mache Lust auf mehr, schließt die zufriedene Rezensentin.
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