Aus dem Englischen von Anja Hansen-Schmidt. Es ist der längste und spektakulärste Zug der Welt! Mit 12 Kilometern Länge sind in seinen 978 Waggons fast 7.000 Menschen untergebracht. Rußgeschwärzte Männer schaufeln im Akkord Kohle, um die stärkste Dampflok seit Menschengedenken in Bewegung zu setzen. Mitreisende: Diplomaten, Kolonisten, ein ganzer Zirkus, ein goldener Gleisnagel und eine Leiche. Der 16-jährige Will begleitet seinen Vater auf der Jungfernfahrt des "Trans-Kanada-Express". Zufällig wird er Zeuge eines mörderischen Komplotts und damit selbst zur Zielscheibe der Täter. Will muss auf schmerzliche Weise erfahren, dass das Böse viele Gesichter hat.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.03.2017
Kenneth Oppels Buch für Kinder ab 12 scheint den Rezensenten Fritz Göttler voll erwischt zu haben. Dem Drive des Textes kann er sich nicht entziehen und geht mit dem Autor und seinem Helden Will, dessen Vater zu den Erbauern der Schienenstrecke gehört, auf eine transkanadische Reise im Riesenzug. Über 6000 Menschen fasst der, eine Welt für sich selbst, meint Göttler, mit Salons, Restaurants, Sporträumen und Plattformen zum Schauen. Dass hinter einem solchen Abenteuer die Idee des Mobilis-in-mobili, von Bewegung und Stillstand zur gleichen Zeit, steckt, die Roland Barthes geprägt hat, verrät Göttler, und auch, dass der Text in der Tradition eines Jules Verne Fragen nach Klassensystemen und Gesellschaftsutopien aufwirft. Vor allem aber ist das Buch für den Rezensenten ein großes Abenteuer.
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