Mit Illustrationen von Timothy Basil Ering. Aus dem Amerikanischen von Sabine Ludwig. Ein abenteuerliches Fantasy-Märchen von Liebe, Licht und tiefer Dunkelheit! Mit der verbotenen Liebe von Despereaux zu Prinzessin Erbse fängt alles an ? Der Mäuserat verbannt ihn in das Kellerverlies des alten Schlosses und dort, in der tiefen Dunkelheit, trifft Despereaux die Ratte Roscuro und das Mädchen Miggery, die beide von Licht und Glanz träumen. Roscuro schmiedet einen teuflischen Plan - und Despereaux muss unter Lebensgefahr allen seinen Mut zusammennehmen, um die Prinzessin zu retten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.03.2004
Siggi Seuss ist in Heldenlaune, nachdem er Kate DiCamillos Geschichte über den etwas aus der Art geschlagenen Mäuserich Despereaux gelesen hat. Eine "weise Parabel" habe DiCamillo da geschrieben, jubelt der Rezensent, die sich trotz komplexer Struktur und "hohen Symbolgehalts" durchweg "spannend und vergnüglich" lese. Wenn Despereaux am Schluss seine Prinzessin in den Pfoten hält, habe der Leser einiges über das Böse im Guten, und das Gute im Bösen, über Liebe und Freundschaft, über Vertrauen, Mut , Feigheit und Zynismus erfahren. Erzählt wird das Ganze in "berührend altmodischem" Ton, "voller Anteilnahme" und Empathie, schwärmt der Rezensent. Die Dialoge lobt er als "lebendig" und "humorvoll". Und die gelungene Übersetzung leiste ihren Beitrag, um diesen Ton zu erhalten. Die Illustrationen runden den guten Eindruck ab, "altmeisterlich" werde das "unheimliche Milieu" in Schwarzweiß eingefangen, so dass der Mäuseheld wie eine historische Figur aus der Welt Hans-Christian-Andersens erscheine.
"Wunderbar komische Momente" könne man mit KateDiCamillos Geschichte vom kleinen Außenseiter-Mäuserich Desperaux erleben, der sich in eine Menschen-Prinzessin verliebt, findet Rezensent Hans ten Doornkaat. Die Amerikanerin springe glücklicherweise nicht auf die "Fantasy-Welle" mit "platt fantastischen Epen", sondern erzeuge selbst in "unglaublichen Plots glaubwürdige Wärme". Sie spreche den Leser an, spiele mit Vorahnungen und mit "Mündlichkeit in der Schreibe." Die Rolle der Kommentatorin, die DiCamillo gerne und häufig einnehme, wirke gelegentlich etwas zu präsent, erzeuge aber oft auch eine "komische Wirkung". Ausgezeichnet wurde das Buch übrigens mit dem Luchs 205, dem Kinderbuchpreis der ZEIT und Radio Bremen.
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