Aus dem Englischen von Ingo Herzke. Der unnachahmliche Barney Kettle, Filmemacher, großer Bruder, Teilzeit-Diktator, wird ganz sicher eines Tages ein weltberühmter Regisseur. Bisher ist sein Werk ist nur seinen Freunden und den Bewohnern der Straße bekannt, doch der Weltruhm ist nicht mehr fern. Gerade hat er noch das Krippenspiel (mit Maria und Joseph auf einem Tandem) abgedreht - und dann das: Barney hat eine Schaffenskrise! Nicht einmal seine Schwester Ren, überaus klug und eine zwanghafte Listen-Macherin, kann ihm helfen. Bis den beiden klar wird, dass der neue Film genau vor ihrer Nase passiert. Dass ihre Straße die Geschichte ist.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.04.2017
Ein Bilderbuch und ein Film, beide handeln von Kreativität und welche unberechenbaren Energien sie entwicklen kann, wie sich durch sie das Ich nicht nur ausdrückt sondern geformt wird und wie es sich die Welt durch den schöpferischen Akt und die Schöpfung zu eigen macht, erklärt Rezensentin Manuela Kalbermatten. Die Künstlerin Marta malt wo sie geht und steht, ihre Bilder haben ein Eigenleben, das sich zu verselbstständigen droht, lesen wir, doch nach ihrem großen Fall ist doch noch nichts vorbei, weiße Seiten laden zum Mitmachen, zum Mitmalen ein. Auch Barney Kettle und seine Schwester wollen Künstler werden. Ihr jüngstes Projekt ist ein Dokumentarfilm über ihre Straße, in dem diese zum "Wimmelbild in Prosa" wird, wie Kalbermatten formuliert. Sowohl Film als auch Buch verwischen die Grenzen zwischen Realität und Textwelt, wodurch eine ungeheure Lust am Leben, am Erzählen und Zeigen entsteht, freut sich die berührte Rezensentin.
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