Jürg Sommer versucht, die oft emotional geführten Diskussionen über die Rationierungsproblematik im Gesundheitswesen zu versachlichen und die Vor- und Nachteile der hauptsächlichen Lösungsansätze aufzuzeigen. Rationierungskriterien und die mit ihnen in der Praxis gemachten Erfahrungen werden einer kritischen Analyse unterzogen. Es werden in verschiedenen ändern durchgeführte Rationierungsversuche dargestellt: Schweiz, Niederlande, Schweden, Deutschland, USA (Oregon), Neuseeland. Überlegungen, wie in einer Welt knapper Mittel idealerweise rationiert werden müsste, schließen das Buch ab.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.12.2002
Ein interessantes Thema ist die Ressourcenverteilung und den Umgang mit Mangel im Gesundheitswesen, findet der Rezensent mit dem Kürzel "cei". Er findet Jürg Sommer, der sich des Themas angenommen hat, "kompetent". Besonders lobenswert erscheint ihm, dass sich für die Schriftenreihe, in der diese Studie erschienen ist, Medizinern sowie Ökonomen zusammengefunden haben - gerade weil diese beiden Gruppen sonst oft genug als "Gegenspieler auftreten". In diesem Band werden unter anderem Versuche der Rationierung von knappen Ressourcen in Oregon und Neuseeland untersucht. Dabei komme der Autor zu keiner positiven Einschätzung dieser restriktiven Ansätze, sondern bekenne sich nach Einschätzung des Rezensenten lieber zu einem "pragmatischen 'Durchwursteln'".
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