Aus dem Spanischen von Lisa Grüneisen. Berichte von Menschen und Geschichten, Mythen und Natur. Juan Madrid kreuzt durch das Amazonasgebiet, und quer durch die Region, mit dem Schiff, dem Bus, einer Cessna, auf Lastwagen, in Taxis und zu Fuß. Goldgräber, Kautschukarbeiter, Prostituierte, Indianer, landlose Bauern, religiöse Sekten, Pistoleros und Gewerkschafter sind die Protagonisten dieses Buchs. Wir erfahren von Landbesetzungen, der ökologischen Katastrophe, der Kolonisation durch Spanier und Portugiesen, der Politik der Kautschukkonzerne, von Indianeraufständen und nicht zuletzt von der vielfältigen Flora und Fauna des Amazonasbeckens, die auf der Erde ihresgleichen suchen.
Juan Madrids "phantastische Reise" ins Amazonasbecken zeugt von einem ganz besonderen Entdeckergeist, und der Rezensent Eberhard Falcke gibt zu, dem Autor dankbar für dieses Buch zu sein. Nicht der Reiz des herkömmlichen Abenteuers scheint Madrid getrieben zu haben, in für den Reisenden wenig erquickliche Gegenden vorzudringen, sondern die Suche nach authentischen Bildern. Was er entdeckt, ist "nicht immer neu", wie Falcke zugibt, aber "hoch interessant". Besonders lobt er die Fähigkeit des Autors, den Leser direkt an seinen Erfahrungen teilhaben zu lassen. Die Reise werde nur im deutschen Buchtitel als "phantastisch" bezeichnet, für das "imposible" des Originaltitels wäre "unerträglich" eine treffendere Übersetzung, findet Falcke. Unerträglich scheinen jedenfalls die Lebensumstände im Amazonasbecken zu sein, so wie sie sich Madrid auf seiner Reise darstellen. Falcke hebt hervor, dass die subjektive Erfahrung des Reisenden durch seine Gespräche über Politik, Landesentwicklungen und andere Sachthemen, die er während seiner Reise mit Fachleuten führen konnte, bestätigt werden. Schließlich verweist er auf einen zusätzlichen Pluspunkt des Buches: durch die rasche Übersetzung sei es "recht aktuell".
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