Aus dem Amerikanischen von Thorsten Schmidt. Seit dem Crash von 2008 ist es nicht gelungen, den Kapitalismus wirksam zu reformieren. Ganz im Gegenteil, er droht vollends aus dem Ruder zu laufen: Die Finanzindustrie schreibt sich ihre eigenen Regeln; die großen Tech-Firmen beuten unsere persönlichen Daten aus; die Machtballung in der Industrie nimmt zu und der Staat hat seine Kontrollfunktion praktisch aufgegeben. Nobelpreisträger Joseph Stiglitz zeigt, wie es dazu kommen konnte und warum es, was nicht zuletzt das Beispiel Donald Trump zeigt, dringend nötig ist, den Kapitalismus vor sich selbst zu schützen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 24.02.2020
Rezensentin Hannah Bethke kennt die meisten der Thesen und Vorschläge für mehr Chancengleichheit und soziale Leistungen und gegen Protektionismus von Joseph E. Stiglitz schon. Das neue Buch des US-Ökonomen liest sie dennoch mit Gewinn, da Stiglitz allgemeinverständlich und eindrücklich argumentiert und die Unterschiede zwischen den USA und Deutschland dabei deutlich werden. Die Kapitalismuskritik des Autors wirkt auf Bethke dagegen leicht ermüdend.
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