Mit einem umfangreichen Anhang mit zahlreichen Abbildungen und Faksimiles. Die Lebensgeschichte des Jörg Schröder, die Geschichte des März Verlags, welcher der kulturrevolutionäre Verlag Deutschlands gewesen ist.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.10.2018
Die hier rezensierende Schriftstellerin Annett Gröschner, die jüngst ein Buch zur Berliner Frauenbewegung veröffentlicht hat, freut sich über diese neue Ausgabe der erstmals 1972 erschienenen Biografie des März-Verlegers Jörg Schröder. Von seinen ersten 33 Lebensjahren erzählt Schröder dem Schriftsteller Ernst Herhaus hier - "schonungslos gegen sich und andere" und dabei wunderbar unterhaltend, so Gröschner. Schröder jonglierte mit Provokationen und Geld gleichermaßen, 1987 ging sein Verlag nach 18 Jahren pleite, Schröder und seine "Lebens- und Arbeitsgefährtin" Barbara Kalender erfanden den Verlag dann als "Desktop Verlag" neu, so Gröschner, die durch Schröder erstmals anfing, den westdeutschen Literaturbetrieb zu durchblicken, wie sie schreibt. Und wenn sie Schröder hier in 142 Kurzkapiteln durch die bundesrepublikanische Buchhandlungs- und Verlagslandschaft begleitet, erscheinen ihr Buch und Autor frisch wie eh und je.
Philipp Haibach freut sich sichtlich über die Neuauflage des "Siegfried" samt Lesebändchen und geschwärzten Stellen. Vor allem der biografische Anhang des Buches mit Faksimiles, Quellen und Fotos interessiert ihn mächtig. Das im Buch dem Freund Ernst Herhaus erzählte Leben des März-Verlegers Jörg Schröder von 1938 bis 1972, mit Stationen als Klappentexter, Schmuddelliterat und Verleger, möchte der Rezensent lieber nicht nacherzählen. Selber lesen!, rät er.
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