Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2026
ISBN
9783462007275 Gebunden, 80 Seiten, 22,00
EUR
Klappentext
Sind die Nächte, in denen ein Gedicht gelingt, die besseren Nächte? In seinem neuen Gedichtband stellt Joachim Sartorius diese Frage. Das Gedicht zählt - doch mehr noch Berührung, Nähe, Empathie in einer Welt, die von Not und Zerstörung gezeichnet ist. Zu Beginn des Bandes nimmt der Dichter die Gegenstände seines Arbeitszimmers in den Blick. Erinnerungen beginnen sich zu regen. Vogelflügel lösen sich von Schautafeln, eine Eidechse zuckt unter ihrem bronzenen Panzer, in einem Karton warten die ausrangierten Fotos eines Lebens. Joachim Sartorius führt uns in Schattenhäuser und zu mythischen Stätten, sichtet Artemis auf der Piazza, befragt die Pythia im Späti und zeigt uns jene Orte, die in seiner Lyrik schon länger einen zentralen Platz einnehmen, Sizilien, Tunis, Tanger, die Levante. Doch im Anblick der antiken Ruinen ziehen die Gedanken immer wieder zu den gegenwärtigen Versehrungen des Krieges, die vier Gedichte, die sie umkreisen, stehen im Zentrum des Bandes. Es folgt der Versuch einer Inventur dessen, was vergehen und was bleiben wird. Und geblieben sind dem Dichter immer die anderen Dichtenden. Die Wärme und der Trost der Berührung. Das Meer.
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…