Kristian Sandberg, ein begabter junger Geisteswissenschaftler, schafft den ersehnten Berufseinstieg als Mitarbeiter einer Literaturagentur.
Doch er ist einsam. Sein Traum von der großen Liebe blieb bislang unerfüllt. Mensch seiner Zeit, nutzt er Dating-Apps.
Eines Abends dann sitzt er auf der Außenterrasse eines Hamburger Cafés und hat ein Match. Wenig später trifft er sich mit Kalina. Eine romantische Beziehung beginnt, deren sexuelle Intensität und zärtliches Miteinander Sandberg wähnen lassen, in Kalina tatsächlich die Frau seines Lebens gefunden zu haben.
Innerhalb weniger Wochen jedoch gerät er in emotionale Abhängigkeit zu seiner 'gefährlichen Geliebten', während er selbst alles nur Erdenkliche tut, um ihr seine Liebe zu beweisen.
Fast unmerklich scheint diese ihm den sprichwörtlichen Boden unter den Füßen wegzuziehen. Die anfänglich euphorisch erlebte Beziehung entpuppt sich als Höllenfahrt in die Abgründe eines emotionalen Missbrauchs.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.01.2019
Melanie Mühl groovt sich richtig rein in den Roman von Jan Drees. Die laut Mühl biografische Schilderung der Untiefen des Dating-App-Daseins jagt der Rezensentin Schauer über den Rücken. Dass es sich genauso anfühlt wie der Autor es beschreibt, wenn digitale Liebe in emotionale Abhängigkeit, Erniedrigung, Lüge und Ohnmacht umschlägt, möchte Mühl beschwören. Das Buch, meint sie, liest sich wie die Literarisierung eines Buches der Psychoanalytikerin Marie-France Hirigoyen, das Protokoll einer toxischen Beziehung.
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