225 Minuten. Gelesen von Leander Haußmann, Annika Kuhl und Steffi Kühnert. Musik von Element of Crime. Die Geschichte von Peter Pan - ursprünglich in einem Roman für Erwachsene beschrieben, gehört heute weltweit zu den Kinderbuch-Klassikern. Als Theaterstück wurde es bereits 1904 in London uraufgeführt und zählt in England und Amerika vor allem zur Weihnachtszeit zu den am meisten gespielten Schauspielen für Kinder. Leander Haußmann präsentierte dieses Stück im Juni 2000 als Abschlussregie seiner 5-jährigen Intendantenzeit am Bochumer Schauspielhaus. Die Berliner Band Element of Crime konnte er für den Soundtrack verpflichten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.02.2001
Nimmt man Konrad Heidkamp wörtlich, so saß er bei der "Hör-Lektüre" des Peter Pan "Alice-im-Wunderland-verrückte dreieinhalb Stunden" vor dem CD-Spieler und hörte eine Geschichte, die von der "lebenslangen Kindersehnsucht nach einer Insel, nach dem Land Nirgendwo" erzählt. Leander Haussmann sei mit der rückblickenden Erzählperspektive und der Segnung seiner angenehmen Stimme ein Hörbuch gelungen, das im Tonfall "romantisch, erregt und mit einem spöttischen Lächeln" sei. In seiner kleinen Chronologie der Peter-Pan-Geschichte, von der ersten Erzählung 1902 des Schotten James M. Barrie mit dem Titel "Der kleine weiße Vogel" langt Heidkamp bei der Romanfassung des Jahres 2000 aus dem Arena Verlag an: Diese diente Haussmann als Vorlage, die klug redigiert worden sei. Auf den "zeigefingrigen Schluss, . . . unpassende Nebenbemerkungen über das Wesen der Frau" sei verzichtet worden. Heidkamp freut sich mit und für die "Jüngeren unter uns Hörern" über diesen "schönen Anfang für den Geschmack".
Den Rezensentennamen hat die "taz" im Internet ausgespart, so dass wir eine anonym bleibende, aber kompetent wirkende Rezension eines vorgelesenen und musikalisch ummäntelten Kinderbuchklassikers zu vermelden haben. Das Hörbuch resultiert aus einer Musicalfassung des Peter-Pan-Stoffs, die der Theatermann Leander Haußmann in Bochum inszeniert hat. Haußmann selbst liest den Text - mit kluger und geschmeidiger Stimme, wie es so schön in der Rezension heißt. Allerdings vergesse er manchmal, welcher Figur er welche Stimme gegeben habe. Vielleicht um nicht vollends in Verwirrung zu geraten, hat er zur Unterstützung zwei Schauspielerinnen der Bochumer Inszenierung hinzugezogen: Steffi Kühnert und Annika Kuhl sprechen die Rollen von Peter und Wendy. Eine im übrigen eher altmodisch anmutende Beziehung eines Jungen und eines Mädchens, behauptet der uns unbekannte Rezensent, die aber durch wunderbar anarchische Momente im übrigen Roman konterkariert werde. Haußmann sei Gott sei Dank kein Märchenonkel alter Schule.
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