Benedikt Erenz schwelgt in der Erinnerung an den Sommer anno 1959. Für Winzer und Poeten war es ein gleichermaßen glückliches Jahr, meint der Rezensent, denn damals dichtete James Krüss "mit leichter Hand, ein bisschen blöd, ein bisschen heiter, listig, schnurrig" das Kinderbuch über den kleinen Doppeldecker. Aus der Versenkung gehoben, mit neuer Orthographie versehen und den alten Bildern von Liesl Stich belassen, durchkreuzt der Postflieger den Himmel über der deutschen Provinz und darin erschöpft sich auch schon die harmlose Handlung des possierlichen Büchleins. "Es gibt keine Moral von der Geschicht?", vermeldet der beglückte Rezensent und empfiehlt fast wehmütig die drolligen Verse den Großeltern und Enkeln, die sich gemeinsam im Gedenken an den Sommer des Jahres '59 berauschen wollen.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Lukas Bärfuss: Königin der Nacht Eine kleine Stadt in der Schweiz. Ein Haushalt mit einer Frau und ihrem Sohn. Es gibt keinen Mann, es gibt Männer. Und an Geld herrscht immer Mangel, an Zärtlichkeit erst… Ben Lerner: Transkription Aus dem amerikanischen Englisch von Nikolaus Stingl. Er reist an die US-amerikanische Ostküste, um das letzte Interview mit seinem neunzigjährigen Mentor Thomas zu führen,… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,…