Aus dem Englischen von Hans-Ulrich Möhring. Der Erfolg seiner neuesten kulinarischen Invention ist fraglich: Nach dem Genuss einer Feldmaus-Vorspeise verstirbt ein britischer Adliger bei einem Dinner im Freundeskreis. Grund genug für Gerald Samper, von Beruf Ghostwriter, sich beleidigt in die Toskana zurückzuziehen. Wo einst sein Haus stand, das einem Erdrutsch zum Opfer fiel. Dort widmet er sich nicht nur dem Libretto einer Oper, sondern ebenso hingebungsvoll der Vermarktung eines aufblühenden Lady-Diana-Kultes. Auch im dritten Teil der Samper-Reihe gelingt Hamilton-Paterson eine rabenschwarze Komödie über launische Künstler, moderne Heilige und fragwürdiges Essen. Und nichts für schwache Nerven.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.02.2010
Bestens amüsiert hat sich Rezensent Hartmut Kasper bei der Lektüre des dritten Teils von James Hamilton-Patersons Trilogie um Gerald Samper. Dieser ist für ihn ein Exzentriker wie aus dem "englischen Exzentrikerbilderbuch": Ghostwriter für Prominente, Koch mit Hang zu absonderlichen Gerichten, Verfasser einer Lady-Di-Oper. Zwar scheint Kasper nicht nur diese Oper voll von Klischees, sondern der gesamte Roman. Aber das fällt für ihn nicht allzu negativ ins Gewicht. Denn er bescheinigt Hamilton-Paterson zum einen, diese Klischees ins "Groteske abgeschrägt" zu haben, zum anderen, wunderbar leichthändig und gut aufgelegt zu erzählen. Und so fühlt er sich von diesem burlesken Roman auch "blendend" unterhalten.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…