In der Textilwerkstatt der Eltern lernt Louise alles über Blüten, Tiere, Farben und Gewebe. Sie erfährt, dass Purpurrot von Schnecken stammt, Gelb von Pflanzen, schwarze Wolle vom Schaf, alles Leben aber aus dem Fluss. Als ihre Mutter stirbt, beschließt Louise, Naturwissenschaftlerin zu werden. Doch das Blau, die Farbe des Flusses aus Kindertagen, "zwickt ihr Herz". Wird Louise die Fäden der Erinnerung wieder aufnehmen - und zu etwas ganz Besonderem spinnen?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2016
Rezensent Dietmar Dath erfährt, dass die Dinge sich auch ohne Metaphorik ähneln in Amy Noveskys und Isabelle Arsenaults Kinderbuch über die Künstlerin Louise Bourgeois. Der Gefahr, Bourgeois' Kunst zu replizieren, entgehen die Autorinnen laut Dath, indem sie Nähte setzen zwischen den erzählenden Passagen, die Kindheit und Arbeitsmaterialien der Künstlerin zeigen, und ihren Arbeiten selbst, zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion, Traum und Gestaltung. Für Dath ein Buch, das Zeit fordert, vorwärts und rückwärts geblättert sein will und den Leser zum Denken anregen möchte, etwa über das Wörtchen "wie" und seine Funktion.
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