Isabel Allende

Im Bann der Masken

Die Abenteuer von Aguila und Jaguar. (Ab 12 Jahre)
Cover: Im Bann der Masken
Carl Hanser Verlag, München 2004
ISBN 9783446205161
Gebunden, 336 Seiten, 16,90 EUR

Klappentext

Aus dem Spanischen von Svenja Becker. Das dritte Abenteuer für Nadia und Alex: Tief im afrikanischen Dschungel müssen sie es mit dem grausamen König Kosongo aufnehmen. Ihm zur Seite stehen der Milizenführer Mbembele und der Zauberer Sombe. Seltsam, dass beide immer eine Maske tragen. Gemeinsam unterdrücken sie ihr eigenes Volk, das Nachbarvolk der Pygmäen haben sie versklavt, durch Elfenbeinschmuggel sind sie reich und mächtig geworden. Können Nadia und Alex es schaffen, die Unterdrücker zu besiegen und das Geheimnis der Maskenlüften?

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.03.2005

Der Rezensent Christoph Haas ist geradezu entsetzt davon, wie schlecht Isabel Allende in ihrem neuen Roman, der sich an "Jugendliche und schmökerfreudige Erwachsene" richtet, ihre Ideen umsetzt. Ihn stört gar nicht weiter, dass sie sich der Formeln bedient, die in derartigen phantastischen Abenteuerromanen - ein Vorbild für sie war möglicherweise Joseph Conrad - nun einmal vorkommen. Nur dass Allende überhaupt keine Anstalten macht, "das Erprobte intelligent abzuwandeln", findet der Rezensent befremdlich: "Allende aber rettet sich ins Benennen, weil sie unfähig ist, das Abstrakte im Konkreten aufzulösen, die Begriffe in Handlung zu überführen". Auch werden nach Haas Meinung die ansatzweise guten Ideen, die in dem Buch vorhanden sind, nicht zu Ende gedacht: "Leichtfertig verschenke der Roman die Möglichkeiten seines Stoffes". Kein Wunder also, dass der Rezensent zu einem ausgesprochen negativen Fazit nicht nur über das Buch, sondern auch über seine Autorin kommt: "Was sich schon seit einiger Zeit ankündigte, nun ist es endgültig eingetreten. Isabel Allende ist umgezogen: in das übervölkerte Geisterhaus literarisch belangloser Bestsellerautoren".
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