Ingrid Freimuth schildert Begebenheiten aus ihrem schulischen, außerschulischen und förderpädagogischen Alltag, auch in der Erwachsenenbildung (Deutsch als Zweitsprache). Die pädagogische Zielsetzung, neben der Vermittlung von Unterrichtsinhalten auch Hilfestellung zu positiver Persönlichkeitsentwicklung der ihnen anvertrauten Menschen zu leisten, können Unterrichtende ihrer Ansicht nach nur dann erreichen, wenn die Politik die durch die zahlreichen Migranten veränderten Verhältnisse anerkennt und entsprechend handelt. Nach über 40 Jahren pädagogischer Tätigkeit kommt Freimuth zu dem
Schluss, dass rangordnungsorientierte Schülerinnen und Schüler nur dann
Lernbereitschaft und positives Sozialverhalten entwickeln können, wenn
ihnen verbindliche Regeln vorgegeben werden und wenn den Pädagogen
wirksame Sanktionen zur Verfügung stehen, um diese auch durchzusetzen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.05.2018
Heike Schmoll findet das Buch der Pädagogin Ingrid Freimuth ernüchternd und erhellend zugleich. Jedem Bildungs- und Sozialpolitiker wünscht sie diese Lektüre, um zu erkennen, wie die Realität von Integration durch Bildung in Deutschland aussieht. Die Autorin weiß aus eigener Erfahrung, wovon sie spricht, wenn sie über heterogene Schülerschaften in überfüllten Klassen und mit verschiedenen Lernvoraussetzungen schreibt, versichert Schmoll und erfährt, dass "Kuschelpädagogik" da nichts hilft. Sanktionskataloge für Fehlverhalten im Unterricht schon eher, lernt Schmoll aus diesem "realitätsnahen" Bericht vom Kampf um Integration.
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