Ingrid Brodnig

Feindbild Frau

Wie Politikerinnen im Netz bedroht, beleidigt und verdrängt werden - und was wir alle dagegen tun können
Cover: Feindbild Frau
Christian Brandstätter Verlag, Wien 2026
ISBN 9783710609428
Gebunden, 208 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Gewaltdrohungen, digitale Hetzkampagnen, hämische Bildmontagen - was nach den dunklen Rändern des Internets klingt, ist für viele Politikerinnen bitterer Alltag geworden. Ingrid Brodnig legt in ihrem neuen Sachbuch offen, wie systematische Einschüchterung Frauen aus der politischen Öffentlichkeit drängen soll und was das für unsere Demokratie bedeutet. Sie hat mit Abgeordneten und hochrangigen Politikerinnen aus Deutschland und Österreich gesprochen, dokumentiert konkrete Angriffe und analysiert, wie digitale Gewalt funktioniert - oft angeheizt durch rechte Netzwerke, die Logik von Social-Media-Plattformen und opportunistische Medienmechanismen. Doch Brodnig geht über die Analyse hinaus: Sie zeigt Wege auf, wie Betroffene sich schützen können - rechtlich, technisch, strategisch. Und sie appelliert an uns alle, als Bürgerinnen und Bürger Verantwortung zu übernehmen. 

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 25.03.2026

Ein enorm wichtiges Buch hat Ingrid Brodnig geschrieben, meint Rezensentin Cathrin Kahlweit. Brodnig beschäftigt sich darin mit verletzenden und sexistischen Angriffen auf Politikerinnen in sozialen Medien, aber auch von Seiten der politischen Konkurrenz. Sie zeigt auf, wie brutale verbale Attacken, aber auch kleine Nadelstiche das Selbstwertgefühl der Betroffenen angreifen und viele zum Abschied aus der Politik bewegen. Außerdem zeigt sie auf, wie frau sich dagegen wehren kann, auf juristischem Weg, durch den Zusammenschluss mit Gleichgesinnten und so weiter. Kahlweit ordnet Brodnigs Schrift in breitere Diskussionen um Onlinegewalt auch jenseits der politischen Sphäre ein und freut sich darüber, dass nun ein Buch erschienen ist, das Mut zum Widerstand gegen digitale Schmutzfinke macht.

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