Klappentext

Aus dem Englischen von Christof Renfer. Krabbe und ihr Bruder Alastair wachsen unter extremen Bedingungen auf. Paradiesisch schön, aber höllisch einsam ist es auf Lizzie Island, nur zusammen mit den Eltern - ohne wirklichen Kontakt nach außen. Die Situation spitzt sich verhängnisvoll zu, als beide aus der Kindheit heraustreten. Einige jahre später kehrt Krabbe als junge Frau auf die Insel zurück. Nicht nur für sie bedeutet ihre Rückkehr eine Reise in die Vergangenheit und eine Suche nach dem Sinn des Lebens.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 19.05.2005

Rezensent Konrad Heidkamp zeigt sich restlos begeistert von Iain Lawrences "spannendem Buch über das Erinnern". Die Tochter eines Leuchtturmwärters kehrt darin zu ihrem Vater zurück, um endgültig Abschied zu nehmen von ihrer Kindheit, von "starren Vatersätzen" und "falsch verstandenen Mutterblicken". Diesen Abschied möchte man am liebsten so lange wie möglich herauszögern, meint der Rezensent. Und trotzdem lese man gegen Ende des Buches "doch ganz schnell" - so stark sei der "Sog", den Lawrence mit seiner Sprache auf den Leser ausübe. Wie in früheren Roman gelinge es dem Autor auch diesmal, "faszinierend verschiedene" Perspektiven zu konfrontieren. Und wieder einmal - so schließt der Rezensent - zeigt Lawrence, dass er "ganz wenig braucht", um bildlich zu zeigen, "was keiner Erklärung bedarf".