Husch Josten

Das Glück von Frau Pfeiffer

Roman
Cover: Das Glück von Frau Pfeiffer
Berlin University Press, Berlin 2012
ISBN 9783862800247
Gebunden, 212 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Etwas exzentrisch sind sie alle. Ihr Leben ist bewegt von Bekenntnissen, Botschaften und Neuanfängen auf der Suche nach Glück. Im bürgerlichen London zu Zeiten der Finanzkrise leben sie: Lee und Bruno, von Jugend an ein unzertrennliches Neurosengespann; Herold, der gerade als gekündigter glückloser Banker und Exgatte von Lee aus Singapur zurückkehrt; Carl und Hope, Psycho-Esoteriker und Stiefeltern von Bruno. Lee, die sich seit Jahren von ihrer wohlhabenden Herkunft voll explosiver Harmonie zu entledigen sucht, kennt er schon aus College-Jahren. Lee und Bruno lernen, ausgelöst durch ein unfreiwillig mitgehörtes Mobiltelefonat, Frau Pfeiffer kennen: ein Lockruf aus einem musealen Stadthaus, wo Aurora Pfeiffer mit Haushälterin Emma lebt. Ihr Keller birgt ein Geheimnis. Einem skurrilen letzten Wunsch von Frau Pfeiffer können sich Lee und Bruno nicht entziehen. Und beginnen, eine kluge Lebensbotschaft zu verstehen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.03.2012

Es geschieht tatsächlich: Das Glück der Protagonistin überträgt sich auf die Rezensentin. Felicitas von Lovenberg ist glücklich, weil der Hauptfigur in diesem, wie sie erfreut feststellt, entspannt weltläufig daherkommenden Roman der Kölner Autorin Husch Josten das Kunststück gelingt, wesentlich zu werden, und Josten ebendies erzählerisch zu vermitteln vermag. So ungewöhnlich der Entwurf einer Figur ist, die sich moralischer Zeugenschaft verpflichtet und die Handygesprächsfetzen ihrer Mitmenschen notiert, um daraus ein babylonisches Gesamtpanorama zu entwickeln, so überraschend erscheint Lovenberg (vor dem Hintergrund der Finanzkrise) die Hinwendung der Charaktere zueinander. Dazu passt der Eindruck, den die Autorin auf Lovenberg macht. Jostens klare wie warme Intelligenz scheint ihr im Text allgegenwärtig zu sein.
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