Kann es sein, dass eine Stadt wie Stuttgart, in der Nüchternheit und Anstand regieren, sich in einen Käfig verwandelt? Einen Käfig, in dem hochnervöse Figuren in ein kriminelles Spiel geraten, das durch immer neue Regeln und Regelbrüche beschleunigt wird...
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 04.10.2001
Hin und weg ist Tobias Gohlis vom fünften Kriminalroman des Autors, der wie gewohnt "abgrundtief bizarr" daherkomme und somit jede Plotbeschreibung unmöglich mache. Gohlis kommt aus dem Schwärmen gar nicht heraus, derart "Herrlich! Göttlich! Steinfest!" findet er das Buch. Besonders begeisterungswürdig sei, dass das Motiv der Willkürtat, des "acte gratuit" wie es bei Dostojewskij und Gide auftaucht, endlich einmal in einem Krimi erscheine, so der hingerissene Rezensent. Er preist die "wunderbare Entschlossenheit", mit der Steinfest seine Geschichte entwickelt und kann sein Erstaunen, dass so ein Buch ausgerechnet bei Bastei Lübbe erscheint, nicht verhehlen.
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