Hans Nieswandt

Disko Ramallah - und andere merkwürdige Orte zum Plattenauflegen

Cover: Disko Ramallah - und andere merkwürdige Orte zum Plattenauflegen
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2006
ISBN 9783462036688
Kartoniert, 224 Seiten, 8,95 EUR

Klappentext

New York, Frankfurt oder Ibiza hießen einst die glamourösen Orte der Clubszene. Inzwischen finden sich auf der DJ-Landkarte von Hans Nieswandt ganz andere Namen wieder: Ankara, Alexandria, Kiew, Sankt Petersburg, Rio, Kairo, Beirut, Vilnius oder eben auch Ramallah im Westjordanland. Gibt es Diskos in Ramallah? Wer legt da auf? Und was für Musik? Darf man das überhaupt? Diese Fragen im Kopf folgte Hans Nieswandt einer Einladung des Goethe-Instituts in den Nahen Osten, wo er als Botschafter für deutsche elektronische Musik auftreten sollte. Mit normalen Partys war hier nicht zu rechnen, dafür spürte man mehr als in anderen Städten, wie sehr sich die Menschen danach sehnen. Ortswechsel: Odessa, Ukraine. Eine aufgepeitschte Menge wogt vor dem DJ-Pult, direkt vor Hans Nieswandt springt ein junger Mann auf und ab, schreit immerzu: "Germany, Germany!" Deplatziert fühlt sich Hans Nieswandt in diesen Momenten, verstand er Techno und House doch immer als einen Teil einer weltumspannenden Tanzmusik. In "plus minus acht" erzählte Hans Nieswandt, auf was es alles ankommt, wenn man hinter den Plattentellern steht.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 05.09.2006

Bestens unterhalten fühlt sich Rezensent Stephan Loichinger von diesem Reisetagebuch, das der DJ, Musikproduzent und Journalist Hans Nieswandt vorgelegt hat. Auch wer nichts mit House-Musik und Club-Kultur am Hut hat, könnte das Buch über das Plattenauflegen an seltsamen Plätzen seines Erachtens spannend finden. Etwa wenn Nieswandt auf dem Kölner Karneval die Meute zum Tanzen bringt oder eine holländische Hochzeitsfeier mit feinstem HipHop beschallt. Besonders interessiert Loichinger der Bericht über Nieswandts Reise nach Palästina, wo er auf Einladung des Goethe-Instituts arabische Jugendliche und junge Erwachsene mit elektronischer Musik made in germany vertraut machte, die Familien seiner Fremdenführer besuchte, neugierig Ramallah erkundete und Workshops für einheimische DJs veranstaltete.
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