Hanif Kureishi

Gabriels Gabe

Roman
Cover: Gabriels Gabe
Kindler Verlag, Berlin 2001
ISBN 9783463403359
Gebunden, 297 Seiten, 20,40 EUR

Klappentext

Gabriel ist fünfzehn. Er lebt in London, geht auf eine ganz normale Schule und hat, so glaubt er, ganz normale Eltern. Bis sein Vater eines Tages seine sieben Sachen packt, die älteste Gitarre unter den einen Arm klemmt, die Trompete unter den anderen und verschwindet. Gabriels Mutter hat ihn rausgeschmissen. Von jetzt an, welch ein Glück, ist Schluss mit den lautstarken Wortgefechten zwischen den Eltern. Sonst aber hat sich nichts gebessert. Plötzlich ist keiner mehr da, der Gabriel von den legendären sechziger Jahren erzählt, von den goldenen Zeiten des Rock, vom großen Lester Jones. Doch Gabriel lässt sich nicht unterkriegen. Und was zunächst eine private Katastrophe zu werden schien, entpuppt sich für ihn als glückliche Fügung. Denn es gelingt ihm nicht nur, seine Eltern zu versöhnen, sondern auch, sich aus dem Schatten des idealisierten Vaters zu befreien. Gabriel entdeckt, dass er durchaus die Gabe hat, allein in der Welt zurechtzukommen. Und wer kann das als Fünfzehnjähriger - und nicht nur als solcher - schon von sich behaupten?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.10.2001

Nicht viel mehr als Hohn und Spott hat Rezensent Stephan Maus für Hanif Kureishis neusten Roman übrig. Es handelt sich, so Maus, um eine Art "Erlebnisprotokoll eines stolzen Vaters". Beschrieben wird die Künstlerwerdung eines Teenagers, mit Hilfe erst einer David-Bowie-ähnlichen Musik-Ikone, dann wird gemalt und am Ende gar, vom 15jährigen, ein Spielfilm gedreht. Im Laufe dieser Geschichte muss man offensichtlich so manches ertragen: Klischees allerorten, "Magnum-Portionen von banalen Künstlerweisheiten", dazu "Selbstfindungsfloskeln". Wohlfeile Botschaften gibt es auch, etwa die, dass Lesen besser ist als Fernsehen. Das alles zusammengerührt ergibt nach Maus nicht mehr als "privates Beziehungsratatouille", von dessen Genuss der Rezensent entschieden abrät.
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