Ausgerechnet dieser Autorin aus der hinteren Reihe der DDR-Literatur, wundert sich Iris Radisch im Aufmacher der Literaturbeilage, gelingt es, die DDR literarisch wieder zum Leben zu erwecken. Familienleben am Todesstreifen, eine kleine intakte ländliche Welt, abgeschirmt durch Minen, isoliert von aller Welt, auch von der Lebenswirklichkeit der DDR. Ein Mauerglück, das nicht währt, aber wahr ist - zumindest war. Radisch bringt Schütz "in ihrem Glauben an eine nachgetragene Unschuld" mit Martin Walser in Zusammenhang. Ihre Erzählweise sei keineswegs bieder, sondern "porös, abgehackt, tastend". Schütz` Roman berichte auf bemerkenswerte Weise aus einer vergangenen Welt, die "im Buch der Mentalitätsgeschichte aufbewahrt" gehöre.
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich…