Franziska Hauser

Am Ende der Kleinigkeiten

Roman
Cover: Am Ende der Kleinigkeiten
Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt am Main 2026
ISBN 9783627003432
Gebunden, 352 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Vor ihrer Mutter nach Berlin geflüchtet, strandet die junge Irma vor dem Theater. Dass sie bald schon auf der Bühne steht, hat sie nicht zu hoffen gewagt. Der Alltag am Theater ist weniger glamourös als erwartet, und doch aufregend anders als die alternative Siedlungsgemeinschaft, in der die vaterlose Irma aufgewachsen ist. Da ist die Star-Schauspielerin Blanda, Helene, die Irma bei sich aufnimmt, und der exzentrische Regisseur Taron Capla, der ihr eine wichtige Chance gibt. Irma stolpert durch die Dramen auf und hinter der Bühne, während sie von ihren Erinnerungen eingeholt wird. Die schmerzlichste ist jene an ihre Mutter, ihr warmes Strahlen, ihre kalte Verachtung. Als Irma ihre Rolle so zu sprechen beginnt, wie ihre Mutter sie gesprochen hätte, erntet sie von allen Seiten Applaus. Und doch wird klar: Sie muss aufhören, ihr Leben nur zu spielen, und den Fluch brechen.Franziska Hauser schreibt über das, was Mütter und Töchter, Freiheit und Abhängigkeit, den Einzelnen und die Gemeinschaft verbindet und abstößt - und über all die schönen und schrecklichen Kleinigkeiten dazwischen. 

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 04.03.2026

Rezensentin Nora Karches ist nicht voll überzeugt von Franziska Hausers Roman, der um zwei toxische Beziehungen kreist. Zum einen um die der Hauptfigur zu ihrer Mutter: Nora wurde in einer Kommune geboren, der Vater ist unbekannt, die Mutter wollte keine Verantwortung für sie übernehmen. Später landet Nora am Theater und im Bett eines krawalligen Erfolgsregisseurs, der sich als ähnlich gefühllos erweist wie die Mutter. Karches fühlt sich bei der Lektüre an die Theaterwelt der Nullerjahre erinnert, als Regie-Zampanos wie der im Buch Beschriebene noch allseitig gefeiert wurden. Trotz einer grundsätzlich interessanten Geschichte liest sie Hausers Buch nicht allzu gern, und zwar, weil es sprachlich zu schlicht geraten ist, wie sie findet. Und auch der Figurenzeichnung mangele es an Tiefe, ergänzt sie.

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