Mit 102 Abbildungen, davon 77 in Farbe. Viele bedeutende Komponisten wurden durch Werke der bildenden Kunst zu Musikstücken angeregt. Dieser fruchtbare Dialog zwischen Musikern und Malern ist Thema dieser Publikation. Exemplarisches Text- und Bildmaterial dokumentiert die musikhistorische Bedeutung dieses bislang wenig erforschten Bereiches. Sechs grundsätzliche Essays behandeln die Aspekte und kompositorischen Besonderheiten dieser Beziehung, Abbildungen der als Inspiration dienenden Kunstwerke und Künstler veranschaulichen das Thema. Die visuellen Dimensionen der Musik zeigen sich beispielsweise in vertonten Gemälden wie Debussys Symphonischer Suite "Printemps" nach Sandro Botticellis "Primavera", in musikalischen Hommagen wie John Cages "Music for Marcel Duchamp", in Künstleropern wie Berlioz` "Benvenuto Cellini" oder Hindemiths "Mathis der Maler" und in musikalischen Ehrungen wie Mendelssohn Bartholdys "Dürer-Kantate". Die Publikation stellt ein Pendant dar zu Karin v. Maurs erfolgreichem Band "Vom Klang der Bilder", der das Thema von der Malerei aus beleuchtet.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.11.2000
Um Musik, die von konkreten Bilder oder Skulpturen angeregt wurde, geht es nach Manfred Kahlweit in diesem Band mit sechs Autoren, die der Beziehung zwischen Musik und anderen Künsten nachgehen. Leider kein ganz gelungenes Unternehmen, so der Rezensent, und eh eines für Spezialisten. Ein großer Mangel des Buches sei nämlich, dass man die Musik zum unmittelbarer Vergleich eigentlich hören müsste, leider aber fast nie aufgeführte oder zu hörende Musikbeispiele ausgewählt worden seien, wie etwa Respighis "Trittico". Kahlweit lobt die Qualität der Abbildungen, vermisst aber Hinweise auf CD-Aufnahmen der Beispiele. Die Auswahl der Musikstücke überzeugt Kahlweit auch nicht: Warum werden Mussorgskys "Bilder einer Ausstellung" nicht behandelt, fragt er, wo man sie doch mit Ravels orchestraler Fassung vergleichen könnte. Und was hat ein Beitrag über Mendelssohns Dürer-Kantate in dem Buch zu suchen, die für einen Festakt komponiert wurde und nicht auf konkrete Bilder hin? Das Kapitel über Opern hält er schlussendlich für ziemlich inhaltsleer.
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